Worum geht’s?
Die CityLAB Summer School 2025 beschäftigt sich mit der Frage, wie Technologien und Daten neue Perspektiven auf Wälder eröffnen können als ökologische, soziale und infrastrukturelle Räume. Ziel ist es, digitale Werkzeuge zu nutzen, um Städte widerstandsfähiger, regenerativer und lebenswerter zu gestalten.
In drei praktischen Challenges entwickeln Teilnehmende neue Wege, urbane Natur erfahrbar zu machen durch offene Technologien, kreative Methoden und interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Die Challenges
1. DIY-Drohne / Kytoon
Fliegende Datensammler selbst gebaut
In dieser Challenge entstehen einfache Flugobjekte wie Drachen, Ballons oder leichte Drohnen, ausgestattet mit Sensoren oder Kameras. Damit sollen schwer zugängliche Naturflächen erkundet und z. B. Mikroklima-Daten erhoben werden.
Im Fokus stehen Low-Tech-Ansätze und Open-Source-Lösungen – inspiriert u. a. vom Balloon Mapping des Public Lab.
2. 3D-Wald – Datenvisualisierung im urbanen Naturraum
Umweltdaten besser sichtbar machen
Im Tiny Forest des ZK/U (Zentrum für Kunst und Urbanistik) in Berlin-Moabit werden in dieser Challenge ökologische Sensordaten erhoben und in einer 3D-Umgebung visualisiert. Ziel ist es, neue, kreative Formen der Datenvisualisierung zu entwickeln, die komplexe Umweltprozesse auch für nicht-wissenschaftliche Zielgruppen verständlich und erfahrbar machen.
Zum Einsatz kommen Werkzeuge wie Blender, Arduino oder mobile 3D-Scan-Apps wie Polycam.
3. Waldboje – Akustische und sensorische Interfaces
Umweltdaten erfahrbar machen
In dieser Challenge wird ein Prototyp entwickelt, der die „Stimme des Waldes“ durch Klang, Licht oder andere sensorische Mittel erlebbar macht. Die sogenannte „Waldboje“ kann dabei als Frühwarnsystem, Klanginstallation oder dokumentarisches Interface eingesetzt werden.
Verwendet werden offene Plattformen wie AudioMoth, TeleAgriCulture oder Elektrosluch.
Ein zentrales Element der Challenge ist die gestalterische Integration des Prototyps in natürliche Umgebungen – etwa im Waldboden, an Bäumen oder in der Luft.
Ziel der Summer School
Konzipiert wurde die Summer School dieses Jahr in Kooperation mit dem Reallabor Wald (TU Berlin), der HTW Berlin sowie dem ZK/U Berlin – Zentrum für Kunst und Urbanistik. Ausgangspunkt ist die Idee, Wälder nicht nur als bedrohte Ökosysteme, sondern auch als komplexe Sensorräume, kulturelle Speicher und gestalterische Herausforderung zu begreifen. Die Summer School verbindet dabei experimentelles Arbeiten, interdisziplinäres Lernen und Hands-on-Prototyping mit aktuellen Diskursen zu Natur, Technologie und gesellschaftlicher Transformation.
Abschluss & Ausblick
Zum Abschluss laden wir herzlich zur öffentlichen Präsentation der entstandenen Projekte ein. Dort stellen die Teilnehmenden ihre Prototypen vor und geben einen Ausblick, wie digitale Werkzeuge dazu beitragen können, Städte widerstandsfähiger, regenerativer und lebenswerter zu gestalten:
ZK/U Berlin – Zentrum für Kunst und Urbanistik
26. September 2025, 14.00 – 16.00 Uhr
