Die Köpfe des CityLAB: Carolin Clausnitzer

Von Carolin Clausnitzer – 17. Februar 2026

Mit der Serie „Die Köpfe des CityLAB“ stellen wir euch jeden Monat ein Teammitglied vor. Dieses Mal: Carolin Clausnitzer, Public Engagement Managerin im CityLAB.

Wer bist Du und welche Rolle hast Du am CityLAB? 

Hi, ich bin Caro und arbeite im Kiezlabor als Public Engagement Managerin. 
Ich entwickle Beteiligungsmethoden für den öffentlichen Raum und begleite ihre Umsetzung direkt im Kiez. Zu meiner Arbeit gehört auch, Kiezlabor-Standorte zu koordinieren und gemeinsam mit Bezirksamt, Quartiersmanagement, Wohnungsbaugesellschaften, lokalen Initiativen und Anwohner:innen Projekte vor Ort umzusetzen. Besonders spannend finde ich, wie daraus konkrete Veränderungen im Stadtraum entstehen. 

Was ist Dein Background? 

Ich komme ursprünglich aus dem Design und der Medienkunst und habe in Weimar, Wien und New York studiert. Schon früh hat mich interessiert, wie Menschen ihre Umgebung mitgestalten können. Über Projekte im öffentlichen Raum und partizipative Formate ist daraus eine Praxis entstanden, die Gestaltung als gemeinschaftlichen Prozess versteht. 

Was magst Du an Deiner Arbeit am CityLAB besonders? 

Ich mag besonders, dass meine Arbeit so nah an Menschen und ihren Perspektiven ist. Die Vielfalt im Team und im Kiez inspiriert mich – etwa im Sommer auf der Picknickdecke, wenn unterschiedliche Gerichte zeigen, wie viele Perspektiven hier zusammenkommen. 

Woran arbeitest Du gerade? 

Aktuell entwickle ich unsere Beteiligungsmethoden weiter. Daraus entstehen Methodenkarten und -boxen, die ihr bald im Kiezlabor ausprobieren könnt. Außerdem entsteht ein eigenes KI-Tool, das wir direkt im Kiez einsetzen und erproben. Mich interessiert besonders, wie analoge und digitale Werkzeuge vor Ort sinnvoll zusammenwirken. Parallel bereite ich die nächste Ausgabe unseres Meetups „Gelebte Beteiligung“ vor.

Welches Bild/Foto beschreibt Deine Arbeit am Besten? 

Ich bin selten mit leichtem Gepäck unterwegs – Material gehört für mich einfach dazu. Ob bei Modulor in Berlin oder im Ex Caffarri in Reggio Emilia: Oft beginnt Beteiligung mit etwas ganz Konkretem in der Hand.

Vervollständige den Satz “Das CityLAB ist für mich ein Ort ……” 

…, an dem Stadt nicht nur gedacht, sondern gemacht wird. 

Die wichtigste Erkenntnis durch Deine Arbeit am CityLAB? 

Ein Prototyp sagt mehr als tausend Worte 

Was war Dein bisher größter Aha-Moment im CityLAB? 

Für mich ist es immer wieder kraftvoll, wenn Ideen im Stadtraum Wirkung zeigen – wie bei der Werkstatt auf dem Poppele-Platz und dem gemeinsamen Bauen der Stadtmöbel. In solchen Momenten spürt man, wie sich Atmosphäre und Verantwortung verändern, wenn Menschen selbst Hand anlegen. 

Womit beginnst Du deinen Arbeitstag?   

Ich mag den Moment, bevor wir das Kiezlabor öffnen – wenn es im Kiez noch ruhig ist. Dann bin ich gern etwas früher da, trinke einen Tee und atme den Ort ein. Danach wird es sportlich: Container und Möbel bauen sich schließlich nicht von selbst auf. 

Was wäre der Titel Deiner CityLAB-Biografie? 

Mitgestaltung als Prinzip 

Was könntest Du anderen Leuten beibringen? 

Im öffentlichen Raum passiert selten alles sofort – aber wenn man dranbleibt und zuhört, entsteht oft mehr, als man erwartet. Ich kann zeigen, wie wichtig Geduld ist, wenn Veränderung Zeit braucht. 

Was ist dein Lieblingsort in Berlin? 

Mich ziehen Orte an, die noch nicht ganz fertig sind: Zwischennutzungen, Freiflächen, Ränder der Stadt. Dort spürt man, dass Stadt verhandelbar ist. 

Wofür brennst Du?  

Mich begeistert, wie öffentliche Räume Menschen zusammenbringen – besonders dann, wenn aus anfänglicher Zurückhaltung echtes Engagement wird. Ich erlebe Stadt als etwas Lebendiges, das sich verändert, sobald Menschen Verantwortung übernehmen. Genau das direkt im Kiez mitzuerleben, motiviert mich immer wieder.