Die Köpfe des CityLAB Berlin: Henriette Närger

Von Henriette Närger – 19. August 2025

Mit der Serie „Die Köpfe des CityLAB“ stellen wir euch jeden Monat ein Teammitglied vor. Dieses Mal: Henriette Närger, Co-Projektleiterin des Kiezlabor.

Wer bist Du und welche Rolle hast Du am CityLAB? 

Ich bin Henriette und seit knapp zwei Jahren Teil des CityLABs. Zwischen Kiezlabor und Prototyping-Team habe ich bisher an der Schnittstelle von Projektmanagement und Stadtgestaltung gearbeitet – immer mit Fokus auf Menschen und Klima. Heute leite ich gemeinsam mit Julian das Kiezlabor und freue mich, das Projekt kontinuierlich weiterzudenken und mit partizipativem Design, Kunst und Technologien kreative Lösungen für eine lebenswerte Stadt zu entwickeln. 

Was ist Dein Background? 

Mein Masterabschluss klingt nach einer Buzzword-Bingo-Runde: Sustainability, Innovation Management & Smart Cities. Mal grob übersetzt: Ich interessiere mich für kreative Ansätze, um Städte lebenswerter zu machen – irgendwo zwischen Architektur, Stadtplanung, Politik und dem bedachten Einsatz von Technologien und Daten hierbei. Also vielleicht doch nicht ganz frei von Buzzwords … aber dafür mit Substanz. 

Was magst Du an Deiner Arbeit am CityLAB besonders? 

Ich schätze unser Team sehr – den offenen Umgang, den bereichernden Austausch und die Mischung aus Expertise, Motivation und Herzlichkeit. Ein kurzer Plausch an der Kaffeemaschine lohnt sich immer: von Politik über Design bis hin zu Datenverständnis – alles mit dabei.  
Außerdem ist mir die „Sinnhaftigkeit” der Arbeit sehr wichtig, also an gesellschaftlich relevanten Themen zu arbeiten, gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren der Stadt. Und das nicht nur vor dem Bildschirm sitzend, sondern auch mal mit Post-its vor dem Whiteboard oder vor der Tür mit dem Kiezlabor in den Berliner Nachbarschaften. Egal wo: man lernt immer was Neues! 

Woran arbeitest Du gerade? 

Ich habe gerade das Klimadashboard Xhain abgeschlossen, und parallel erarbeiten wir die Standorte sowie Strategie für die bevorstehende Kiezlabor Saison. Das Klimadashboard dient einer besseren und transparenteren, datenbasierten Klimakommunikation der Verwaltung; und die Kiezlabor Standorte werden bald festgelegt – und dann auch auf unserer neuen Website nachzuvollziehen – sein. Ahja, an der arbeite ich gerade auch noch. 

Welches Bild beschreibt Deine Arbeit am Besten? 

Viele Menschen, viele Themen, und inmitten des Kiezlabor Getümmels neben Gießkannen die Anwendung Gieß den Kiez zu erklären. 

Vervollständige den Satz “Das CityLAB ist für mich ein Ort…

der Zusammenkunft. Sowohl des großartigen Teams als auch im weiteren Sinne aller städtischen Akteure.“ 

Die wichtigste Erkenntnis durch Deine Arbeit am CityLAB? 

Die wichtigste Erkenntnis? Dass es oft reicht, Menschen und Wissen zusammenzubringen – dann finden sich fast immer Lösungen, oder zumindest ein Startpunkt. Gezielter Austausch und offene Kommunikation sind dabei entscheidend – wie in jeder guten Beziehung. Und: Geduld hilft. Dranbleiben auch. 

Womit beginnst Du deinen Arbeitstag?  

Vorhang auf – Sonnenstand checken, Kaffee, Porridge, dann mit dem Fahrrad übers Tempelhofer Feld je nach Müdigkeit mit Musik oder Podcast auf den Ohren. Am Schreibtisch angelangt: zweiter Kaffee, Mails & News, und dann geht’s ins „Daily“ – unserem morgendlichen Team-Check-in. 

Was gibt’s heute in der Mittagspause?

Gemüsepuffer von Eurogida. Same old same old. Mittlerweile habe ich es geschafft, dass mich die Dame von der Kasse auf der Straße grüßt. Nach fünf Jahren Berlin gibt mir das ein ähnliches Zuhausegefühl wie der Späti – Erkennungsmoment. 

Welche(n) Newsletter hast Du abonniert? / Was liest Du gerade?  

Ich habe zuletzt Dschinns gelesen, und anschließend auch im Gorki Theater gesehen. Beide Male war ich sehr begeistert. Newsletter alles rund um Stadtgestaltung und Klima (Haus der Statistik, zk/u, BUND, etc pp) und Politik, aber phasenweise auch etwas dezimierter, damit ich mir fokussiert Themen raussuche, statt jeden Morgen überflutet zu werden. Und NATÜRLICH den Kiezlabor und CityLAB Newsletter, absolutes Must 😉 

Was ist Dein Lieblingsort in Berlin? 

Puh, hoch im Rennen ist der Landwehrkanal und die Spree. Wasser beruhigt, und lädt Leute zum Verweilen ein. Ob zum langen Spaziergang, Käffchen am Pavillon, Joggen Richtung Plänterwald, oder zum Flohmarkt – oder auch fernab mit Buch an der Dahme. 

Wofür brennst Du? 

Das klingt jetzt kitschig – und ich verspreche, das würde ich in einem anderen Kontext auch so beantworten – ich brenne für eine lebenswerte Stadt. Für ein gutes, gemeinschaftliches, inklusives Miteinander, mit offenen Räumen, weniger privatem Verkehr und mehr Grün. Gemeinsam Grün Gerecht DURCH: Blumen Bienen Busse. So oder so ähnlich 😉