Smart City-Pilotprojekte: Start mit öffentlicher Beteiligung

Als erstes von fünf Pilotprojekten geht im Januar 2022 das Projekt „Smart Water“ im Rahmen des Berliner Modellprojekts Smart City an den Start. Ein Kernelement des gesamten Modellprojekts ist die Beteiligung von Akteur:innen aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Noch vor Beginn des Pilotprojektes sollen in Ko-Kreation die Projektanforderungen diskutiert werden, damit auf Basis der Ergebnisse die finale Projektbeschreibung erstellt werden kann.

Bis zum Herbst 2022 erarbeitet Berlin als BMI- und KfW-gefördertes Modellprojekt Smart City eine neue Smart City-Strategie. Die partizipative Erarbeitung der Strategie von und mit der Stadt, also die Beteiligung von Expert:innen und der Stadtgesellschaft ist ein Kernelement des Berliner Modellprojektes. Das betrifft sowohl die Strategieentwicklung, als auch die Entwicklung und Umsetzung von fünf, ebenfalls durch das BMI und die KfW geförderten, Pilotprojekten, die Anfang 2022 beginnen können.

Nachdem die Strategieentwicklung im August 2021 in die Ausarbeitungsphase eingetreten ist, beginnt im Januar 2022 nun parallel die Umsetzungsphase. Sie wird eröffnet mit Beteiligungsworkshops, die für jedes Pilotprojekt durchgeführt werden. Als erstes von fünf Pilotprojekten geht Anfang 2022 das Projekt „Smart Water“ an den Start. Bei einem „Runden Tisch“ kommen Interessierte und Projektverantwortliche zusammen und diskutieren die Projektanforderungen. Es folgen Beteiligungen für die Projekte „Smarte Stadtplätze gestalten und betreiben – Hardenbergplatz“ und „Data Governance & Datengetriebene Verwaltung“. Noch vor Beginn der Pilotprojekte sollen so in Ko-Kreation die Projektanforderungen mit Akteur:innen aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutiert werden, damit auf Basis der Ergebnisse die finale Projektbeschreibung erstellt werden kann. Neben der Information über den aktuellen Stand des Projektinhaltes soll der jeweilige Fokus ggf. noch einmal geschärft werden. Durch diese Beteiligungen soll vor allem die Nutzersicht aus unterschiedlichen Perspektiven in der Projektbeschreibung berücksichtigt sowie ein Feedback über mögliche Projektrisiken in die Planung einbezogen werden.

Die Pilotprojekte sollen nicht nur eine konkrete Fragestellung bearbeiten und dafür eine innovative Lösung erarbeiten. Ihr Auftrag ist auch, neue Methoden auszuprobieren und Gelerntes weiterzugeben. Sie können so als Vorbild für künftige Smart City-Projekte dienen, wie es im Strategischen Rahmen der Berliner Smart City-Strategie bereits mit Öffentlichkeitsbeteiligung erarbeitet und festgehalten wurde.

Die Pilotprojekte sind jeweils einer projektverantwortlichen Organisation zugeordnet und werden zentral durch die Senatskanzlei koordiniert und gesteuert. Das CityLAB Berlin unterstützt die Senatskanzlei und die Projektverantwortlichen dabei, die Beteiligungsformate durchzuführen.

Die Berliner Pilotprojekte

Die Berliner Pilotprojekte haben unterschiedliche Themenschwerpunkte, die für die Smart City relevant sind und verteilen sich räumlich über die Stadt:

  1. Smarte Stadtplätze gestalten und betreiben – Hardenbergplatz 
  2. Data Governance & Datengetriebene Verwaltung 
  3. Smart Water – Modellierung und Governance 
  4. Bürgerhaushalt und Smarte Partizipation
  5. Daten in Alltag und Krise – Kiezbox 2.0 


Die Berliner Smart City-Strategie: Lernen aus der Praxis

Der Prozess zur Erarbeitung der neuen Berliner Smart City-Strategie besteht aus drei Phasen: einer Konzept-, einer Ausarbeitungs- und einer Umsetzungsphase. Dabei erfindet Berlin das Rad nicht gänzlich neu, sondern orientiert sich bei der Strategieentwicklung auch an internationalen Ansätzen, wie etwa Humble-Government-Ansatz aus Helsinki.

So sollen die, während der Umsetzungsphase gewonnenen, Erkenntnisse wieder in die Strategie zurückfließen und diese somit zu einer lernenden Strategie werden lassen. Im Rahmen der Pilotprojekte werden Problemlösungen autonom erarbeitet. Darüber hinaus gilt es, die Ansätze aus dem im August 2021 verabschiedeten – und in der ersten Phase des Prozesses erarbeiteten – Strategischen Rahmen der Berliner Smart City-Strategien zu erproben.

Akteur:innen, die ihre Expertise und Nutzersicht in die Diskussion der Projektanträge einbringen möchten, können ihr Interesse per Mail und unter Angabe des relevanten Projektes, bekunden unter: 

Hier geht es zum öffentlichen Wissensspeicher des Smart City-Strategieprozesses.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf smart-city-berlin.de erschienen.